Zahlen in der Schweiz

Studie zum Bestrafungsverhalten von Eltern in der Schweiz

Gewalt kommt in Familien in unterschiedlichsten Formen vor und umfasst körperliche Gewalt, sexuelle Übergriffe, psychische Gewalt, Deprivation und Vernachlässigung. Gewalthandlungen in der Familie sind für alle Familienmitglieder problematisch: Kinder leiden nicht nur, wenn sie Ziel einer Gewalthandlung sind, sondern auch wenn sie Zeuge von Gewalt in der Partnerschaft werden. Ziel einer Studie war es, verlässliche Zahlen zur Häufigkeit von Gewalt in Familien in der Schweiz zu ermitteln. Sie stellt eine erweiterte Fortsetzung der Studien aus den Jahren 1990 und 2004 dar. Neben Angaben zu Vorkommen und Häufigkeit von Gewalt wurden zusätzliche Informationen erhoben, um ein besseres Verständnis des psychologischen und sozialen Kontextes von Gewaltvorkommen in Familie und Erziehung zu erreichen (z.B. Merkmale und Lebensumstände der Eltern, subjektive Erklärung und Bewertung der Gewaltanwendung oder Gewalt im Elternhaus und in der Partnerschaft der Eltern). Um nicht nur schwerere Fälle von Gewalthandlungen zu erfassen, wurden direkt die Eltern befragt.

Optimus-Studie

Im Rahmen der Optimus-Studie wurden erstmals für die ganze Schweiz Daten zur Kindeswohlgefährdung gesammelt und ausgewertet. Die Studie «Kindeswohlgefährdung in der Schweiz: Häufigkeit, Unterstützungsmassnahmen, Schutz- und Hilfsangebote» will die Datenlage des Themas verbessern und dazu beitragen, dass Unterstützung, Hilfe und Schutz für die betroffenen Kinder und Jugendlichen in der Schweiz optimiert werden.

Studie

Nationale Kinderschutzstatistik

Die nationale Kinderschutzstatistik bildet die Anzahl Kinder ab, die wegen vermuteter oder sicherer Kindsmisshandlung ambulant oder stationär an einer schweizerischen Kinderklinik behandelt wurden. 2017 konnten die Daten von 20 der insgesamt 31 offiziellen Kinderkliniken oder -abteilungen der Schweiz erfasst werden. Dadurch wurde die grosse Mehrheit der Fälle von Kindsmisshandlung registriert, die 2017 in irgendeiner schweizerischen Kinderklinik behandelt worden waren.

Ergebnisse