Kinderschutz Schweiz – womit wir uns befassen

Kinder im Kontext häuslicher Gewalt ist das Schwerpunktthema von Kinderschutz Schweiz. Weitere Themen sind psychische Gesundheit, gewaltfreie Erziehung, die Früherkennung von Kindesmisshandlungen, sexuelle Gewalt oder Kinderhandel.

Als Schwerpunktthema hat die Stiftung seit 2015 «Kinder im Kontext häuslicher Gewalt» in den Mittelpunkt gestellt. Häusliche Gewalt kann auf vielfältige Weise negative Folgen für die betroffenen Kinder haben und ihre gesunde Entwicklung langfristig und nachhaltig beeinträchtigen. Sie hat viele Ursachen und hängt oft mit anderen Belastungen und Risiken zusammen, denen Familien ausgesetzt sind. Fachpersonen, die nicht direkt im Bereich der häuslichen Gewalt arbeiten, sowie Eltern und Erziehungsberechtigte sollen für die Folgen von Partnerschaftsgewalt sensibilisiert werden, unter der Kinder auch dann leiden, wenn sie selber keine körperliche Gewalt erfahren.

Auch eine psychische Erkrankung eines Elternteils kann für ein Kind eine grosse Belastung darstellen. Es ist gefährdet, körperliche oder psychische Gewalt und Vernachlässigung zu erfahren. Kinderschutz Schweiz engagiert sich dafür, dass Kinder von Eltern mit einer psychischen Erkrankung stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit gelangen.

In der Schweiz ist Gewalt als Erziehungsmittel nach wie vor verbreitet – und es fehlt eine gesetzliche Bestimmung, die der körperlichen Züchtigung in der Erziehung eine klare Absage erteilt. Kinderschutz Schweiz engagiert sich für die Schliessung dieser Lücke.

Vernachlässigung kann die kindliche Entwicklung massiv beeinträchtigen und schwerwiegende Folgen haben. Sensibilisierten Fachpersonen können Kinder, deren Wohl gefährdet ist, jedoch schon früh auffallen. Dadurch wird es möglich, zu einem frühen Zeitpunkt Schutz- und Unterstützungsmassnahmen einzuleiten. Kinderschutz Schweiz hat deshalb drei Leitfäden zur Früherkennung von Kindsmisshandlung für verschiedene Gruppen von Fachpersonen publiziert.

Ein weiteres Thema für Kinderschutz Schweiz ist die Prävention von sexueller Gewalt. Spezielles Augenmerk legt die Stiftung dabei auf die Präventionsarbeit im familiären Umfeld und in der Schule sowie bei der kommerziellen sexuellen Ausbeutung von Kindern, sei es durch Pornografie, Sextourismus oder Kinderhandel.