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Starke Worte von starken Persönlichkeiten

«Ich wurde 1960 in Wien geboren. Die Prügelstrafe war damals noch ein legitimes Erziehungsmittel. Alte Schwarzweissfilme, in denen Kinder körperlich gezüchtigt wurden, schenken Einblick in diese gottlob längst vergangene ‹Normalität›. Mein Vater hat mich demgemäss ‹gut erzogen›. Geprügelt und eingeschüchtert war ich auch seinem jahrelangen, sexuellen Missbrauch hilflos ausgeliefert, denn Mutter hat ebenso fügsam weggesehen. Es war schwer, diese Spirale der Gewalt zu durchbrechen. Selbsterlebtes nicht ebenfalls weiterzugeben, war ein harter Kampf gegen Reflexe. Doch ich habe es geschafft und meine Kinder zu glücklichen Menschen erzogen. Darauf bin ich heute mehr stolz als auf meine Romane. Meinen Lebensweg beschrieb ich in meinem ersten Buch, das ich unter dem Pseudonym ‹Brenda Leb› veröffentlicht habe. In der Bevölkerung ist ein Umdenken merkbar geworden. Doch, dass Kinder nicht Eigentum ihrer Eltern sind, ist leider noch nicht im Gedankengut aller Kulturen und Köpfen angekommen. Aber solange Menschen denken können, können sie sich ändern. Deshalb ist es so wichtig, für eine gewaltfreie Erziehung einzutreten!»
Brigitte Kaindl
Romanautorin und Mutter von zwei erwachsenen Kindern
Brigitte Kaindl
Ich bin der Überzeugung, dass die heutige Generation Eltern die Kraft zur Veränderung hat – und ich ziehe meinen Hut vor ihnen!
Linda Steiner
Mensch, stolze Gotte von zwei Kindern, Kursleiterin Starke Eltern – Starke Kinder®
Linda Steiner
Es ist nicht immer leicht, das Vatersein. Ich hoffe, dass Hilfe findet, wer Hilfe sucht.
Christoph Simon
Kabarettist und Schriftsteller (Foto: Michael Isler)
Christoph Simon
Gewalt ist die Abkürzung, die Menschen nehmen, wenn alle anderen Wege zu lang, zu beschwerlich oder zu unerfreulich wirken.
Nils Pickert
Autor und Journalist, Vater von vier Kindern (Foto: Benne Ochs)
Nils Pickert
Gewalt, ob physische oder psychische, ist letztendlich nichts anderes als ein Eingeständnis des Scheiterns.
Cédric Bonnébault
Jugenddelegierter – Kanton Wallis
Cédric Bonnébault
Lasst uns den eigenen, aber auch den anderen Kindern bewusster zuhören, was sie wirklich beschäftigt. Zuhören ist ein Anfang.
Andrea Braschler
Mutter von zwei Kindern und Beraterin bei der Werbeagentur Jung von Matt LIMMAT
Andrea Braschler
In den Bereichen Gewalt gegen Kinder, Kinderarmut und gerechte Bildungschancen sind der ‹Stillstand› und der Rückgang in der Entwicklung geradezu unerträglich für mich.
Paula Honkanen-Schoberth
Autorin, Mutter einer erwachsenen Tochter und Oma von zwei süßen Enkelsöhnen
Paula Honkanen-Schoberth
Ich selbst habe zwar keine Kinder, aber wenn ich die Dynamik vom Beckenrand aus beobachte, stelle ich immer wieder fest, dass aggressive Kommandos nichts bringen.
Giorgia Rigazzi
Studentin und Schwimmlehrerin
Giorgia Rigazzi
Ein Kind, das in einer Familie aufwächst, die statt der Gewalt den Dialog vorzieht, weiss eher was es bedeutet, falls eine andere Person versuchen sollte, ihm seinen Willen aufzuzwingen.
Marco Tuberoso
Psychologe, Verantwortlicher Prävention bei ESPAS, einer Fachstelle für die Prävention sexueller Gewalt in der französisch- und italienischsprachigen Schweiz
Marco Tuberoso
Kinder, die von den Eltern schlecht behandelt werden, hören nie auf, ihre Eltern zu lieben. Sie hören auf, sich selbst zu lieben.
Anonym, heute erwachsen und als Peer in der Jugendhilfe tätig
Kinder haben das Recht, in einem geschützten Rahmen aufzuwachsen, mit Bedingungen, in denen sie sich frei entfalten können.
Kathrin Schärer
Kinderbuch-Illustratorin
Kathrin Schärer
Viele Eltern haben ganz einfach Angst, als unzulänglich empfunden zu werden, wenn sie um Hilfe bitten. Ich bin der Ansicht, dass wir alle unser Bestes geben können, damit diese negative Vorstellung aufhört.
Giulia Zanga
Masterstudentin in Psychologie und Erziehungswissenschaften, Leiterin von Ferienlagern für Kinder mit Behinderung (ATGABBES)
Giulia Zanga
Kinder brauchen viele Wörter, viel Sprache, damit sie starke Worte produzieren können und zu starken Persönlichkeiten werden.
Moritz Daum
Vater von 3 Kindern, Professor für Entwicklungspsychologie am Psychologischen Institut der Universität Zürich
Moritz Daum
In Wirklichkeit ist es ein ständiges Training: sich üben in Geduld und Gelassenheit, sich Zeit nehmen.
Manu Burkart
Vater von 3 Kindern und Komiker beim Cabaret Divertimento
Manu Burkart
Schreien bringt nichts. Wenn man schreit, hat man verloren. Ich sage es noch einmal: Mit den Kindern muss man freundlich sein.
Valeria Nidola
Lehrerin, Geschichtenerzählerin und Buchhändlerin
Valeria Nidola
Wir dürfen nicht nur von schönen Worten ausgehen. Entscheidend ist, wie es den Kindern wirklich geht.
Prof. Dr. Allan Guggenbühl
Psychotherapeut und Autor, Direktor des Instituts für Konfliktmanagement
Prof. Dr. Allan Guggenbühl
Für Kinder ist friedliches und unbeschwertes Zusammensein das grösste Glück.
Lorenz Clormann
Vater von zwei Kindern und Creative Director bei der Werbeagentur Jung von Matt/Limmat
Lorenz Clormann
Wir müssen ihnen helfen, Alternativen zu Aggression und Gewalt zu finden, indem wir ihre Ressourcen stärken.
Prof. Dr. Guy Bodenmann
Psychologe, Paar- und Familienforscher, Entwickler eines Gesundheitsförderungsprogramms für Paare (Paarlife)
Prof. Dr. Guy Bodenmann
Aber wie können wir das Kindeswohl gewährleisten, und wann überschreiten die Eltern Grenzen, wenn es um kulturspezifische, soziale Aspekte von Gewalt geht?
Mirjam Werlen
Rechtsexpertin im Bereich Kindesschutz, Mitglied InterAction Suisse, ein Verein für intergeschlechtliche Menschen. InterAction Suisse engagiert sich auch für die Unterstützung der Eltern
Mirjam Werlen
Was in der Politik bei Auseinandersetzungen gilt, gilt auch in der Familie. Regeln aufstellen und einhalten ist auch in der Erziehung wichtig – und dabei dem Kind mit Respekt begegnen.
Fabio Regazzi
CVP-Nationalrat, Mitglied der politischen Kommission von Kinderschutz Schweiz
Fabio Regazzi
Kinder zu begleiten, bringt einerseits viel Freude und Glück, ist aber auch eine der grössten Herausforderungen, die uns das Leben stellt.
Claudia Bischofberger
Mutter von drei Töchtern und zertifizierte Kursleiterin Starke Eltern – Starke Kinder®
Claudia Bischofberger
Als Eltern ist es unsere wichtigste Aufgabe, unseren Kindern eine sichere Beziehung anzubieten.
Fabian Grolimund
Psychologe, Autor, Leiter der Akademie für Lerncoaching in Zürich und Vater zweier Kinder
Fabian Grolimund
Viele konfliktreiche Situationen und Überforderungen im Erziehungsalltag lassen sich vermeiden, wenn wir uns unserer eigenen biografischen Vergangenheit bewusst werden.
Lisa Werthmüller
Dipl. Psychologische Beraterin und Eltern- Kind Coach, Mutter einer erwachsenen Tochter
Lisa Werthmüller
Gewalt, sei es physische oder psychische, schafft bei Kindern ein hässliches Verständnis der Welt.
Viola Amherd
Bundesrätin, ehemaliges Mitglied des Stiftungsrates Kinderschutz Schweiz
Viola Amherd
Starke Worte alleine reichen nicht, neben den Unterstützungsangeboten für Eltern braucht es auch politische Antworten. Das sind wir allen Kindern schuldig.
Flavia Wasserfallen
Nationalrätin, Präsidentin Mütter- und Väterberatung, Mutter von drei Kindern
Flavia Wasserfallen
Gewalt im jungen Alter kann die kindliche Entwicklung auf verschiedenen Ebenen beeinträchtigen.
Dr. Niamh Oeri
Post-Doc an der Abteilung für Entwicklungspsychologie der Universität Bern
Dr. Niamh Oeri
Eine Beziehung, die auf Angst, Scham und Schuld aufgebaut ist, führt nie zu einem gesunden stabilen psychischen Zustand eines Menschen.
Caroline Märki
Gründerin und Leiterin von familylab.ch und Familienberaterin nach Jesper Juul
Caroline Märki
Es liegt an uns, unseren Kindern jederzeit mit Respekt zu begegnen, auch wenn die Dinge nicht so laufen, wie wir gerne hätten.
Nadja Zimmermann
Unternehmerin, Buchautorin und Bloggerin, Mutter von zwei Mädchen im Alter von 12 und 7 Jahren
Nadja Zimmermann
Wir Erwachsene müssen auf andere Weise mit unserer Schwäche umgehen können, denn Gewalt schädigt die Entwicklung unserer Kinder nachhaltig.
Prof. Dr. Martin Hafen
Dozent und Präventionsfachmann an der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit
Prof. Dr. Martin Hafen
Ich bin überzeugt davon, dass das alles ist, was ich machen kann, um meine Kinder nachhaltig in ihrem Leben zu begleiten und immer wieder Anlaufstelle zu sein.
Christian Lüber
Vater von drei Kindern, Kindermusiker und Entwickler von Hilfssheriff Tom, der Kinderband aus der Wilden Schweiz
Christian Lüber
Es ist Zeit, dass die Gesellschaft und die Politik entscheiden, welchen Schutz wir unseren Kindern gewähren möchten.
Christine Bulliard-Marbach
CVP-Nationalrätin, Präsidentin der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) des Nationalrats, Mutter von drei Kindern
Christine Bulliard-Marbach
Menschen, die in der Kindheit selber Gewalt erlebt haben, und diese Gewalt nicht in die nächste Generation tragen, beweisen echte Stärke.
Lorenz Pauli
Kinderbuch-Autor und Erzähler, Vater von 2 Teenagern
Lorenz Pauli
Viele sagen es gebe kein Richtig oder Falsch. Da bin ich anderer Meinung: Gewalt ist (immer) der falsche Weg.
Racha Fajjari
Unternehmerin und Gründerin von Mamalicious, der grössten Mami-Community der Schweiz und Mutter eines Sohnes im Alter von 8 Jahre
Racha Fajjari
Lehrer haben eine besondere Verantwortung: Wertschätzung unabhängig von der Leistung weiterzugeben.
Alexander Meier
J+S Karatelehrer
Alexander Meier
Sprechen wir über das, was sonst im Verborgenen geschieht, und unterstützen Eltern und Kinder.
Fleur Jaccard
Leiterin Soziales, Christoph Merian Stiftung und engagiert für Kinder
Fleur Jaccard
Sie können keinen guten Freund anrufen, sie können sich nicht wehren und wenn sie von Mama oder Papa Gewalt erfahren, wissen sie nicht, dass es eigentlich anders sein sollte.
Nils Althaus
Kabarettist, Musiker und Schauspieler, Vater eines 4-jährigen und eines 1.5-jährigen Sohnes
Nils Althaus
Gewaltfreier Widerstand ist ohnehin viel nachhaltiger, für Kinder sowie auch für Erwachsene.
Jolanda Spiess-Hegglin
Netzaktivistin und Geschäftsführerin #NetzCourage
Jolanda Spiess-Hegglin
Oftmals sind Eltern überfordert und funktionieren nur noch. Sie versuchen, die Fassade zu wahren, und holen sich keine Hilfe.
Slavia Karlen
Bloggerin von womentalk.ch, Mutter eines 12-jährigen Sohnes
Slavia Karlen
Manchmal vergessen wir, dass Kinder nicht als Erwachsene zur Welt kommen und dass wir alle selbst mal Kinder waren.
Olivia Abegglen
Bloggerin von fraeuleintiger.ch und Mutter von zwei Jungen im Alter von 3 und 1
Olivia Abegglen
Ich habe als Kind ungerechtfertigt Ohrfeigen bekommen und merke, dass ich auch heute, in der zweiten Hälfte meines Lebens, noch darunter leide.
Anonym
Einer der wichtigsten Schlüssel dazu sind vertrauensvolle Beziehungen in der Familie.
Prof. Dr. Dominik Schöbi
Universität Fribourg, Psychologe und Vater dreier Kinder zwischen 6 und 13 Jahren
Prof. Dr. Dominik Schöbi
Jede Form von Gewalt verunsichert ein Kind zutiefst und erschüttert das Vertrauen in sich und seine Umgebung.
Katja Wiesendanger
Direktorin der Stiftung Pro Juventute
Katja Wiesendanger
Vertrauen ist wie ein Blatt: Ist es einmal geknickt werden die Spuren immer zu sehen sein. Kinder erleben bei Gewalt durch Erwachsene einen schweren Eingriff in das Gefühl der eigenen Sicherheit. Dieser Vertrauensverlust ist für Kinder besonders bedrohlich. Mir als junger Vater ist es ein grosses Anliegen, meinem Sohn Sicherheit, Geborgenheit und Schutz bieten zu können. Das Gefühl von Vertrauen, dass ich Ihm bieten kann, ist gleichzeitig der wertvollster Beweis meiner Liebe.
Christian Glauser
Leiter Energiefachstelle
Christian Glauser
An einem Strang (er-)ziehen und als Team auftreten, egal ob die Eltern zusammen oder getrennt sind, das ist meine Meinung und Einstellung.
Marie-Eve Marville
Performance Manager und Mutter eines 7-jährigen Sohnes
Marie-Eve Marville
Wir tragen die Verantwortung, wie wir angemessen auf Situationen reagieren
Patrick Linner
Grafik Designer und Vater einer 4-jährigen Tochter
Patrick Linner
Mit oder ohne Kinder an die frische Luft, so verrauchte mein Frust meist ganz schnell. Bewegung baut Stress ab und eine veränderte Umgebung hilft, sich zu beruhigen.
Yvonne Feri
Nationalrätin, Präsidentin Stiftungsrat Kinderschutz Schweiz
Yvonne Feri
Meine Vision ist, dass immer mehr Menschen verstehen, dass Gewalt ein völlig untaugliches Erziehungsinstrument ist, da Kinder in erster Linie viel Fürsorge, stabile und verlässliche Beziehungen und gute Vorbilder brauchen.
Dr. med. Markus Wopmann
Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche, Kantonsspital, Baden
Dr. med. Markus Wopmann
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