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Neue Stiftungsratspräsidentin für Kinderschutz Schweiz

Am 1. Januar 2027 übernimmt Paola Riva Gapany das Präsidium des Stiftungsrates von Yvonne Feri. Yvonne Feri hat Kinderschutz Schweiz während ihrer Präsidialzeit (2016 bis 2026) durch eine wegweisende Entwicklungsphase begleitet.

Neue Stiftungsratspräsidentin für Kinderschutz Schweiz

Bern, 9. September 2026 – Auf den 1. Januar 2027 übernimmt Paola Riva Gapany das Präsidium des Stiftungsrats von Kinderschutz Schweiz. Sie folgt auf Yvonne Feri, ehemalige Nationalrätin und SP-Politikerin. Yvonne Feri präsidiert die Stiftung seit 2016 und tritt nach zehn erfolgreichen Jahren zurück. Mit Paola Riva Gapany übernimmt eine ausgewiesene Kennerin der Organisation sowie deren fachlichen Grundlagen das Präsidium. Sie bringt die richtigen Kompetenzen mit, um die Weiterentwicklung von Kinderschutz Schweiz insbesondere in der Romandie voranzubringen.

Yvonne Feri hat Kinderschutz Schweiz während ihrer Präsidialzeit (2016 bis 2026) durch eine wegweisende Entwicklungsphase begleitet, die für den Schutz der Kinder in der Schweiz entscheidend war. Unter ihrem Präsidium wurde die Geschäftsstelle weiter professionalisiert und das politische und gesellschaftliche Engagement von Kinderschutz Schweiz gestärkt. Ein besonderer Meilenstein ist die Verankerung der gewaltfreien Erziehung im Zivilgesetzbuch per 1. Juli 2026. Als Wegbereiterin dieses Geschäfts reichte sie bereits 2013 im Parlament eine Motion zur gesetzlichen Verankerung ein, damals noch ohne Erfolg. In der Folge hat sich Kinderschutz Schweiz unter ihrer Ägide überzeugend für die Verankerung und den gesellschaftlichen Wandel eingesetzt. Dies unter anderem mit der langjährigen Sensibilisierungskampagne «Es gibt immer eine Alternative zur Gewalt!», welche in den acht Kampagnen-Jahren 52 Millionen Mal wahrgenommen wurde.

Zehn Jahre Engagement für den Kindesschutz

Mit Yvonne Feri setzte sich Kinderschutz Schweiz auch stark für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt im analogen und im digitalen Raum ein. Dazu gehören die Unterstützung der Strategie gegen Pädokriminalität, die Lancierung der nationalen Meldestelle clickandstop.ch, welche gemeinsam mit der Guido Fluri Stiftung und dem fedpol betrieben wird, sowie das gemeinsame Engagement gegen Cybersexualdelikte an Kindern und Jugendlichen. Mit ihrer fachlichen Expertise in der politischen Arbeit hat sie Kinderschutz Schweiz zudem bei wichtigen Entwicklungen auf politischer Ebene begleitet und entscheidend unterstützt. Während ihrer Präsidialzeit hat sie Themen wie die systematische Früherkennung von Kindeswohlgefährdungen und die Betroffenheit von Kindern und Jugendlichen bei häuslicher Gewalt auf die parlamentarische und bundesrätliche Agenda gesetzt sowie den Bericht des Bundesrates zu Cybersexualdelikten angestossen. Aus diesen Entwicklungen entstand die schweizweite Sensibilisierungskampagne «Gemeinsam gegen Cybersexualdelikte», die Kinderschutz Schweiz gemeinsam mit namhaften Partnern aus der Wirtschaft und der Strafverfolgung umsetzte.

Yvonne Feri zeichnet sich schon immer durch ihr Gespür für Kindesschutzthemen aus. Der Schutz der Kleinsten war ihr immer ein grosses Anliegen. Während ihrer zehnjährigen Amtszeit hatte sie stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Geschäftsstelle und führte diese zielgerichtet durch leichtere und herausfordernde Phasen. Für ihren unermüdlichen Einsatz zum Schutz der Kinder in der Schweiz und ihre jahrelange Unterstützung auch im operativen Geschäft gebührt ihr unser Dank.

«Yvonne Feri hat Kinderschutz Schweiz mit grossem Engagement, politischem Gespür und einer klaren Haltung für die Rechte und den Schutz von Kindern geprägt. Wir danken ihr herzlich für ihren langjährigen Einsatz und dafür, dass sie wichtige Entwicklungen innerhalb der Stiftung und im Kindesschutz in der Schweiz mitgetragen und vorangetrieben hat», sagt Regula Bernhard Hug, Direktorin von Kinderschutz Schweiz.

Kontinuität und neue Perspektiven mit Paola Riva Gapany

Mit Paola Riva Gapany übernimmt am 1. Januar 2027 eine Persönlichkeit das Präsidium, die Kinderschutz Schweiz und seine strategische Ausrichtung bereits bestens kennt. Als Mitglied des Stiftungsrats (2011 bis 2021) hat sie die Strategie 2020–2030 mitentwickelt und zentrale Schwerpunkte der Stiftung begleitet. Dazu gehören die Sensibilisierung für gewaltfreie Erziehung, die politische Arbeit sowie die Weiterentwicklung von Präventionsangeboten. Ihre Amtszeit ist befristet bis zum 31. Dezember 2029.

Als Juristin bringt Paola Riva Gapany zudem fundiertes rechtliches Wissen und eine starke Verankerung in den Kinderrechten mit. Diese Expertise ist für Kinderschutz Schweiz besonders wichtig, weil sich der Schutz von Kindern zunehmend über verschiedene Lebensbereiche hinweg erstreckt – vom familiären und institutionellen Umfeld bis in den digitalen Raum.

Als Grossrätin im Kanton Wallis kennt Paola Riva Gapany zudem politische Prozesse aus eigener Erfahrung. Ihre Verankerung in der Romandie baut eine Brücke zwischen den Sprachregionen und stärkt die gesamtschweizerische Ausrichtung von Kinderschutz Schweiz. Damit bringt sie genau die Voraussetzungen mit, um die strategischen Ziele der Stiftung weiterzuführen und gleichzeitig neue Entwicklungen im Kindesschutz aufzunehmen.

«Mit Paola Riva Gapany gewinnen wir eine Präsidentin, die unsere Organisation, unsere Strategie und unsere Themen seit Jahren kennt. Sie verbindet Kontinuität mit juristischer und kinderrechtlicher Expertise und einer starken Verankerung in der lateinischen Schweiz. Damit bringt sie wichtige Voraussetzungen mit, um das Engagement von Kinderschutz Schweiz für einen wirksamen und zeitgemässen Kindesschutz in der ganzen Schweiz weiter voranzutreiben», sagt Bernhard Hug.

«Der Schutz und die Rechte von Kindern begleiten mich seit vielen Jahren beruflich und politisch. Das Engagement für vulnerable Menschen und insbesondere für Kinder ist mir ein persönliches Anliegen. Als angehende Stiftungsratspräsidentin freue ich mich darauf, mein Wissen und meine langjährige Erfahrung im Kindesschutz für die Kinder in der Schweiz einzubringen. Die Arbeit von Kinderschutz Schweiz kenne ich als ehemalige Stiftungsrätin sehr gut und teile die Werte der Organisation aus Überzeugung. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Stiftungsrat und der Geschäftsstelle die Stiftung weiterzuentwickeln und auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten», sagt die frisch gewählte Stiftungsratspräsidentin zu ihrer Wahl.

Yvonne Feri bleibt bis zum 31. Dezember 2026 Präsidentin des Stiftungsrats. Paola Riva Gapany übernimmt das Amt per 1. Januar 2027.