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Ein starkes Jahr für die Kinder in der Schweiz

2024 setzten wir mit starken Partner:innen ein klares Zeichen gegen Cybersexualdelikte. Unsere Kampagnen zeigten, wie gefährlich ein geteiltes Bild sein kann – und wie wichtig Schutz, Aufklärung und politische Verantwortung sind. Auch für gewaltfreie Erziehung, sichere Lebensräume und eine Kultur des Hinschauens setzen wir uns ein – denn Kinder brauchen Erwachsene, die handeln.

Gemeinsam mit starken Partner:innen starteten wir 2024 die Sensibilisierungskampagne «Gemeinsam gegen Cybersexualdelikte an Kindern und Jugendlichen». Die Botschaft «Was du online teilst, teilst du mit allen. Schütze, was dir wichtig ist» schärfte bei Jugendlichen und Eltern das Bewusstsein dafür, dass heute ein gut erkennbares Gesicht mittels künstlicher Intelligenz (KI) zu Sextortion – der Erpressung mit intimen Bildern – führen kann. Damit reagierte Kinderschutz Schweiz auf aktuellen Anlass: Bereits die Hälfte aller Anfragen bei clickandstop.ch, der Online-Meldestelle gegen Pädokriminalität im Netz, betrifft Sextortion. Sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen im Netz nimmt rasant zu. Aktuelle Befragungen zeigen, dass über 50 Prozent der Schweizer Kinder und Jugendlichen mit sexuellen Absichten bedrängt werden. Unser Engagement zur Aufklärung und die Vermittlung von Schutzstrategien in der Öffentlichkeit wie auch das Fordern von schützenden Rahmenbedingungen via Politik und Techbranche sind wichtige Puzzlestücke für einen umfassenden Schutz der Kinder in der digitalen Welt.

Ein weiteres zentrales Thema war die Gewalt in der Erziehung. Mit dem nationalen Netzwerk «Gewaltfreie Erziehung» setzen wir uns für eine gesetzliche Verankerung und die fachliche Umsetzung gewaltfreier Erziehung ein. Dazu gehört nebst der körperlichen Gewalt auch die psychische Gewalt. Sie hinterlässt keine sichtbaren Spuren, kann aber das Leben eines Kindes nachhaltig beeinträchtigen. Darüber zu informieren und dafür zu sensibilisieren, ist ein entscheidender Schritt, um allen Kindern ein sicheres und liebevolles Aufwachsen zu ermöglichen.

Doch Schutz hört nicht bei der Familie auf. Kinder brauchen auch in Schulen, Freizeiteinrichtungen und Organisationen sichere reale und digitale Schutzräume. Deshalb setzen wir uns mit gezielten Schutzkonzepten dafür ein, dass in allen Lebensbereichen eine Kultur der Achtsamkeit und des Hinschauens gefördert wird.

Kinder können sich nicht allein schützen – sie brauchen Erwachsene, die Verantwortung übernehmen. Danke für Ihre Unterstützung, Ihr Engagement und die wertvolle Zusammenarbeit. Gemeinsam sorgen wir für eine sichere und gesunde Entwicklung für Kinder in der Schweiz.

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