Starke Worte von starken Persönlichkeiten

Marie-Eve Marville

«Struktur und Regeln sind mir wichtig – ich stehe nicht auf „laisser-faire“. An einem Strang (er-)ziehen und als Team auftreten, egal ob die Eltern zusammen oder getrennt sind, das ist meine Meinung und Einstellung. Nur so erhalten Kinder die notwendige Stabilität und den geregelten Tagesablauf, welche ihnen die nötige Sicherheit geben. Ausserdem gehören für mich Respekt und Anstand zu einer guten Erziehung – das „Hallo“ sowie das „Gute Nacht“ ist bei uns ein Muss. Vereinbarkeit von Familie, Job und Studium ist nicht einfach und verlangt von der ganzen Familie ein grosses Stück ab. Dies funktioniert nur mit Struktur, Organisation und guten Umgangsformen.»

Marie-Eve Marville, Performance Manager und Mutter eines 7-jährigen Sohnes

Paola Riva Gapany

«Gewalt gegen Kinder geht uns alle etwas an! Als Mutter von zwei Jugendlichen weiss ich, dass Eltern Unterstützung brauchen für eine gewaltfreie Erziehung – eine Erziehung, die die Würde aller respektiert, des Kindes und der Eltern. Niemand hat gerne Gewalt. Gewalt hat keinen Platz in einer fortschrittlichen Gesellschaft, in der die Rechte von Kindern anerkannt werden. Wir brauchen positive Modelle der Elternschaft und ganz konkrete Lösungen, wie sie uns die Kampagne der Stiftung Kinderschutz Schweiz vorschlägt.»

Paola Riva Gapany, Mutter von zwei Jugendlichen im Alter von 12 und 13 Jahren, Direktorin Institut international des Droits de l’Enfant, Mitglied des Stiftungsrates Kinderschutz Schweiz

Prof. Dr. Dominik Schöbi, Universität Fribourg. Psychologe und Vater dreier Kinder zwischen 6 und 13 Jahren.

«Emotionale Sicherheit ist wichtig für Erfolg und Leistungsfähigkeit in praktisch allen Lebensbereichen. Einer der wichtigsten Schlüssel dazu sind vertrauensvolle Beziehungen in der Familie. Sowohl körperliche als auch psychische Gewalt steht dem im Weg: sie lehrt unseren Kindern die falschen Lektionen!»

Prof. Dr. Dominik Schöbi, Universität Fribourg. Psychologe und Vater dreier Kinder zwischen 6 und 13 Jahren.

Patrick Linner, Grafik Designer und Vater einer 4-jährigen Tochter

«Wir tragen die Verantwortung, wie wir angemessen auf Situationen reagieren» Wir alle haben eine Erziehung genossen. Auch unsere Eltern haben für uns ihr Bestes gegeben. Nun tragen wir diese Verantwortung – bewusst oder unbewusst – und dürfen selbst entscheiden, was wir dem eigenen Nachwuchs weiter geben. Sein eigenes Verhalten dabei in Frage zu stellen, öffnet Tür und Tor für die eigene Weiterentwicklung und ist der Anfang einer wunderbaren Arbeit. Die Arbeit an den Beziehungen. Allen voran: Zum Kind, zur Partnerin und zu sich selbst. Es lohnt sich! Wir haben immer die Wahl uns für den Frieden zu entscheiden und können auch nur uns selbst ändern. Situationen entstehen einfach, wir geben ihnen eine Bedeutung und tragen die Verantwortung, wie wir darauf angemessen reagieren.»

Patrick Linner, Grafik Designer und Vater einer 4-jährigen Tochter

Yvonne Feri, Nationalrätin, Präsidentin Stiftungsrat Kinderschutz Schweiz

«Als ehemals alleinerziehende und berufstätige Mutter zweier, mittlerweile erwachsenen Töchter, liegt mir das Thema Erziehung besonders am Herzen. Auch ich bin im Alltag oft an meine Grenzen gestossen und kenne die täglichen Herausforderungen von Eltern nur zu gut. In schwierigen Zeiten hat mir geholfen, mich viel zu bewegen. Mit oder ohne Kinder an die frische Luft, so verrauchte mein Frust meist ganz schnell. Bewegung baut Stress ab und eine veränderte Umgebung hilft, sich zu beruhigen.»

Yvonne Feri, Nationalrätin, Präsidentin Stiftungsrat Kinderschutz Schweiz

Dr. med. Markus Wopmann Chefarzt, der Klinik für Kinder und Jugendliche, Kantonsspital, Baden

«Meine Vision ist, dass immer mehr Menschen verstehen, dass Gewalt ein völlig untaugliches Erziehungsinstrument ist, da Kinder in erster Linie viel Fürsorge, stabile und verlässliche Beziehungen und gute Vorbilder brauchen.»

Dr. med. Markus Wopmann, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche, Kantonsspital, Baden