Starke Worte von starken Persönlichkeiten

Rosmarie Quadranti-Stahel, BDP-Nationalrätin, Mutter von drei erwachsenen Kindern

«Jedes Kind hat das Recht, gewaltfrei erzogen zu werden. Dieses Recht ist eine Handlungsanleitung für alle Erziehende. Ob zu Hause oder in Betreuungseinrichtungen. Als Präsidentin von Kibesuisse ist mir die gewaltfreie Erziehung – immer und überall – ein persönliches Anliegen.»

Rosmarie Quadranti-Stahel, BDP-Nationalrätin, Mutter von drei erwachsenen Kindern

Lorenz Pauli, Kinderbuch-Autor und Erzähler, Vater von 2 Teenagern

«Ich schaue zurück auf meine eigene Kindheit. Da war Wärme, da war nie Gewalt. Weder sprachlich noch körperlich. Das hat mir den Raum gegeben, mich zu entwickeln. Und es gibt mir die Kraft, selber Wärme weiterzugeben an die Kinder. Menschen, die in der Kindheit selber Gewalt erlebt haben, und diese Gewalt nicht in die nächste Generation tragen, beweisen echte Stärke. Mehr Stärke, als ich je beweisen musste. Kinderschutz Schweiz kann helfen, dafür den nötigen Impuls, den nötigen Halt zu geben.»

Lorenz Pauli, Kinderbuch-Autor und Erzähler, Vater von 2 Teenagern

Alexander Meier, J+S-Leiter Karate

«Als Karatelehrer unterrichte ich Kinder, die aus verschiedenen Kulturen kommen, und das freut mich sehr. Ich habe den Eindruck, dass nicht alle ganz freiwillig in den Unterricht kommen, sondern teilweise auch aus erzieherischen Gründen. Das motiviert mich umso mehr, diesen Kindern mit viel Wertschätzung zu begegnen. Diese Wertschätzung darf nicht abhängig von ihren Leistungen sein. Sie sind es wert, geschätzt zu werden, ‹weil es sie gibt› und nicht weil sie im Training sind. Kinder zeigen ihre Emotionen ganz direkt, und es stellt mich jedes Mal auf wenn ich die Freude in den Kinderaugen sehe. Ich begrüsse und verabschiede jedes Kind mit der gleichen Wertschätzung und gehe während des Trainings so gut wie möglich auf jedes einzelne ein. Lehrer haben eine besondere Verantwortung: Wertschätzung unabhängig von der Leistung weiterzugeben.»

Alexander Meier, J+S-Leiter Karate

Susanna Valentin, Mutter dreier Söhne im Alter von 6, 4 und 2 Jahren, Klinische Heil- und Sozialpädagogin, Kursleiterin Starke Eltern – Starke Kinder® und freie Journalistin

«Der Einsatz von physischer und psychischer Gewalt als Erziehungsmassnahme beeinträchtigt die gesunde Entwicklung von Kindern. Auf dem Weg zu einem selbstständigen Dasein als Mitglied unserer Gesellschaft braucht es eine liebevolle Begleitung, tragende Beziehungen und gute Vorbilder. Kinder lernen am Modell, ob dies negativ oder positiv ist. Achten wir also darauf.»

Susanna Valentin, Mutter dreier Söhne im Alter von 6, 4 und 2 Jahren, Klinische Heil- und Sozialpädagogin, Kursleiterin Starke Eltern – Starke Kinder® und freie Journalistin

Racha Fajjari, Unternehmerin und Gründerin von Mamalicious, der grössten Mami-Community der Schweiz und Mutter eines Sohnes im Alter von 8 Jahren

«Unsere Aufgabe als Eltern ist es, unsere Kinder ein Leben lang zu begleiten und darauf vorzubereiten. Selbstverständlich tragen wir hierbei die Verantwortung dafür, sie unter anderem zu erziehen. Dass es natürlich nicht immer so funktioniert wie wir es erwarten, wissen wir ja alle. Viele sagen es gebe kein Richtig oder Falsch. Da bin ich anderer Meinung: Gewalt ist (immer) der falsche Weg. Erwachsene sind Kindern überlegen. Kinder sind den Erwachsenen ausgeliefert, und diese Art von Machtausübung ist ein absolutes No-Go. Gewalterlebnisse in den eigenen vier Wänden hinterlassen für immer psychische und seelische Wunden. Niemand ist perfekt, aber lasst uns Erwachsene immer wieder daran denken, wie viel auch wir von unseren Kleinsten lernen können. Es ist und bleibt an uns, zu reflektieren, geduldig zu sein (auch mit uns), aus Fehlern zu lernen. Tag für Tag, step by step – gemeinsam mit unseren Kindern. Nur so sind wir ein gesundes Vorbild, und nur so, können aus ihnen gesunde Erwachsene heranwachsen, die wiederum unsere Zukunft stemmen werden.»

Racha Fajjari, Unternehmerin und Gründerin von Mamalicious, der grössten Mami-Community der Schweiz und Mutter eines Sohnes im Alter von 8 Jahren

Jolanda Spiess-Hegglin, Netzaktivistin und Geschäftsführerin #NetzCourage

«Kinder sind besonders sensibel. Schon im Kleinkindalter haben meine Kinder bemerkt, wenn es mir nicht gut ging und sorgten sich dann um mich. Dieses Vertrauen ist sehr viel wert und wir dürfen es nicht missbrauchen. Gewalt ist die stärkste Kraft der Zerstörung. Auch wenn ich keine Vorzeigepädagogin bin und aufgrund vergangener Erlebnisse schon oft eine geballte Ladung Wut im Bauch hatte, zeige ich meinen Kindern stets, dass Gewalt keine Lösung ist. Gewaltfreier Widerstand ist ohnehin viel nachhaltiger, für Kinder sowie auch für Erwachsene.»

Jolanda Spiess-Hegglin, Netzaktivistin und Geschäftsführerin #NetzCourage

Fiorina Springhetti, Gründerin von www.mamalltag.ch, ganzheitliche Ernährungsberaterin und angehende Naturheilpraktikerin, Mutter von zwei Mädchen im Alter von 4 und 5 Jahren

«Ob wir wollen oder nicht: für unsere Kinder sind wir Eltern die Vorbilder für das bewusste und unbewusste Erlernen und Wiedergeben von Emotionen, Reaktionen und Verhaltensmustern. Sie schauen uns zu, lernen und kopieren. Ist Gewalt in physischer oder psychischer Form unsere Art, in Grenzsituationen zu reagieren, werden unsere Kinder auch dies von uns erlernen. Ob eine Erziehung eher konsequent oder tendenziell ‹laisser-faire› ist, sollte individuell wählbar sein. Nicht aber der Aspekt der Zuneigung. Liebe, Geborgenheit und Sicherheit sind die Stützpfeiler jeglicher Art von Erziehung. Eltern sollten liebevoll reden und loben, liebevoll ermahnen, liebevoll Grenzen setzen – liebevoll erziehen.»

Fiorina Springhetti, Gründerin von www.mamalltag.ch, ganzheitliche Ernährungsberaterin und angehende Naturheilpraktikerin, Mutter von zwei Mädchen im Alter von 4 und 5 Jahren

Slavia Karlen, Bloggerin von womentalk.ch, Mutter eines 12-jährigen Sohnes

«In der heutigen hektischen Welt, in der von Eltern erwartet wird, Kinder, Karriere und die eigenen Bedürfnisse problemlos unter einen Hut zu bringen, ist es mir ein grosses Anliegen, Gewalt in der Erziehung zu thematisieren. Oftmals sind Eltern überfordert und funktionieren nur noch. Sie versuchen, die Fassade zu wahren, und holen sich keine Hilfe. Die Leidtragenden sind die Kinder. Gewalt und Vernachlässigung haben viele Formen. Kinder haben es verdient, in einer fürsorglichen und liebevollen Umgebung aufzuwachsen. Nur so werden sie zu verantwortungsvollen Jugendlichen und Erwachsenen.»

Slavia Karlen, Bloggerin von womentalk.ch, Mutter eines 12-jährigen Sohnes

Fleur Jaccard, Leiterin Soziales, Christoph Merian Stiftung und engagiert für Kinder

«‹Gewalt bringt keine Pflanze zum Wachsen, sie reisst höchstens deren Wurzeln aus.› Sprechen wir über das, was sonst im Verborgenen geschieht, und unterstützen Eltern und Kinder. Kinderschutz Schweiz handelt und setzt ein Zeichen!»

Fleur Jaccard, Leiterin Soziales, Christoph Merian Stiftung und engagiert für Kinder

Nils Althaus, Kabarettist, Musiker und Schauspieler, Vater eines 4-jährigen und eines 1.5-jährigen Sohnes

«Kinder bringen einen oft an Grenzen. Ich erlebe das immer wieder mit meinen eigenen Söhnen: Tobsuchtsanfälle im Laden an der Kasse, Arbeitsverweigerung beim Aufräumen, Trödeln auf dem Weg zur Kita. Dabei richtig zu reagieren ist eine grosse Herausforderung. Gleichzeitig sind uns unsere Kinder aber auch völlig ausgeliefert. Sie können keinen guten Freund anrufen, sie können sich nicht wehren und wenn sie von Mama oder Papa Gewalt erfahren, wissen sie nicht, dass es eigentlich anders sein sollte. Deshalb brauchen Kinder unsere Unterstützung und unsere Aufmerksamkeit.»

Nils Althaus, Kabarettist, Musiker und Schauspieler, Vater eines 4-jährigen und eines 1.5-jährigen Sohnes

Olivia Abegglen, Bloggerin von fraeuleintiger.ch und Mutter von zwei Jungen im Alter von 3 und 1

«Manchmal vergessen wir, dass Kinder nicht als Erwachsene zur Welt kommen und dass wir alle selbst mal Kinder waren. Ein Perspektivenwechsel tut uns allen gut. Er hilft uns den Kindern auf Augenhöhe zu begegnen und sie besser zu verstehen. Macht und Gewalt auszuüben ist für mich ein No-Go. Dennoch. Noch nie hat mich etwas derart gefordert wie das Mamasein. Das Elternsein. Die allerschönste und zugleich schwierigste Aufgabe, die ich mir je hätte vorstellen können. An sich selber zu arbeiten, zu reflektieren, sich familiäre Ziele zu setzen und diese versuchen zu verwirklichen. Das lohnt sich auf jeden Fall.»

Olivia Abegglen, Bloggerin von fraeuleintiger.ch und Mutter von zwei Jungen im Alter von 3 und 1

Anonym

«Ich habe als Kind ungerechtfertigt Ohrfeigen bekommen und merke, dass ich auch heute — in der zweiten Hälfte meines Lebens — noch darunter leide. Deshalb unterstütze ich die Kampagne von Kinderschutz Schweiz. Es soll nicht bagatellisiert werden, wenn Eltern ihre Kinder schlagen. Mir selber ist die Hand gegen meine Kinder nie ausgerutscht und ich bin dankbar zu wissen, dass ich meinen Kindern dieses Trauma nicht weitergegeben habe. Dies ist ein kleiner aber wichtiger Beitrag für eine bessere Welt. Er erhöht die Chancen auf psychische Gesundheit in allen Lebensphasen.»

Anonym

Katja Wiesendanger, Direktorin der Stiftung Pro Juventute

«Jede Form von Gewalt verunsichert ein Kind zutiefst und erschüttert das Vertrauen in sich und seine Umgebung. Kinder, deren Bedürfnisse wahrgenommen werden, die mitbestimmen können und auch Nein sagen dürfen, entwickeln sich zu Persönlichkeiten, die selbstbestimmter durchs Leben gehen. Wenn Eltern ihrem Kind von Anfang an das Recht auf Beteiligung und Mitbestimmung geben, tragen sie wesentlich zu seinem Schutz vor Gewalt bei. Es kommt vor, dass Eltern an ihre Grenzen stossen. Die Pro Juventute Elternberatung ist darum in allen Situationen da für Eltern – rund um die Uhr, an 365 Tagen pro Jahr (058 261 61 61, elternberatung.projuventute.ch).»

Katja Wiesendanger, Direktorin der Stiftung Pro Juventute

Christian Glauser, Leiter Energiefachstelle und Vater eines 1-jährigen Sohnes

«Vertrauen ist wie ein Blatt: Ist es einmal geknickt werden die Spuren immer zu sehen sein. Kinder erleben bei Gewalt durch Erwachsene einen schweren Eingriff in das Gefühl der eigenen Sicherheit. Dieser Vertrauensverlust ist für Kinder besonders bedrohlich. Mir als junger Vater ist es ein grosses Anliegen, meinem Sohn Sicherheit, Geborgenheit und Schutz bieten zu können. Das Gefühl von Vertrauen, dass ich Ihm bieten kann, ist gleichzeitig der wertvollster Beweis meiner Liebe.»

Christian Glauser, Leiter Energiefachstelle und Vater eines 1-jährigen Sohnes

Marie-Eve Marville

«Struktur und Regeln sind mir wichtig – ich stehe nicht auf „laisser-faire“. An einem Strang (er-)ziehen und als Team auftreten, egal ob die Eltern zusammen oder getrennt sind, das ist meine Meinung und Einstellung. Nur so erhalten Kinder die notwendige Stabilität und den geregelten Tagesablauf, welche ihnen die nötige Sicherheit geben. Ausserdem gehören für mich Respekt und Anstand zu einer guten Erziehung – das „Hallo“ sowie das „Gute Nacht“ ist bei uns ein Muss. Vereinbarkeit von Familie, Job und Studium ist nicht einfach und verlangt von der ganzen Familie ein grosses Stück ab. Dies funktioniert nur mit Struktur, Organisation und guten Umgangsformen.»

Marie-Eve Marville, Performance Manager und Mutter eines 7-jährigen Sohnes

Paola Riva Gapany

«Gewalt gegen Kinder geht uns alle etwas an! Als Mutter von zwei Jugendlichen weiss ich, dass Eltern Unterstützung brauchen für eine gewaltfreie Erziehung – eine Erziehung, die die Würde aller respektiert, des Kindes und der Eltern. Niemand hat gerne Gewalt. Gewalt hat keinen Platz in einer fortschrittlichen Gesellschaft, in der die Rechte von Kindern anerkannt werden. Wir brauchen positive Modelle der Elternschaft und ganz konkrete Lösungen, wie sie uns die Kampagne der Stiftung Kinderschutz Schweiz vorschlägt.»

Paola Riva Gapany, Mutter von zwei Jugendlichen im Alter von 12 und 13 Jahren, Direktorin Institut international des Droits de l’Enfant, Mitglied des Stiftungsrates Kinderschutz Schweiz

Prof. Dr. Dominik Schöbi, Universität Fribourg. Psychologe und Vater dreier Kinder zwischen 6 und 13 Jahren.

«Emotionale Sicherheit ist wichtig für Erfolg und Leistungsfähigkeit in praktisch allen Lebensbereichen. Einer der wichtigsten Schlüssel dazu sind vertrauensvolle Beziehungen in der Familie. Sowohl körperliche als auch psychische Gewalt steht dem im Weg: sie lehrt unseren Kindern die falschen Lektionen!»

Prof. Dr. Dominik Schöbi, Universität Fribourg. Psychologe und Vater dreier Kinder zwischen 6 und 13 Jahren.

Patrick Linner, Grafik Designer und Vater einer 4-jährigen Tochter

«Wir tragen die Verantwortung, wie wir angemessen auf Situationen reagieren» Wir alle haben eine Erziehung genossen. Auch unsere Eltern haben für uns ihr Bestes gegeben. Nun tragen wir diese Verantwortung – bewusst oder unbewusst – und dürfen selbst entscheiden, was wir dem eigenen Nachwuchs weiter geben. Sein eigenes Verhalten dabei in Frage zu stellen, öffnet Tür und Tor für die eigene Weiterentwicklung und ist der Anfang einer wunderbaren Arbeit. Die Arbeit an den Beziehungen. Allen voran: Zum Kind, zur Partnerin und zu sich selbst. Es lohnt sich! Wir haben immer die Wahl uns für den Frieden zu entscheiden und können auch nur uns selbst ändern. Situationen entstehen einfach, wir geben ihnen eine Bedeutung und tragen die Verantwortung, wie wir darauf angemessen reagieren.»

Patrick Linner, Grafik Designer und Vater einer 4-jährigen Tochter

Yvonne Feri, Nationalrätin, Präsidentin Stiftungsrat Kinderschutz Schweiz

«Als ehemals alleinerziehende und berufstätige Mutter zweier, mittlerweile erwachsenen Töchter, liegt mir das Thema Erziehung besonders am Herzen. Auch ich bin im Alltag oft an meine Grenzen gestossen und kenne die täglichen Herausforderungen von Eltern nur zu gut. In schwierigen Zeiten hat mir geholfen, mich viel zu bewegen. Mit oder ohne Kinder an die frische Luft, so verrauchte mein Frust meist ganz schnell. Bewegung baut Stress ab und eine veränderte Umgebung hilft, sich zu beruhigen.»

Yvonne Feri, Nationalrätin, Präsidentin Stiftungsrat Kinderschutz Schweiz

Dr. med. Markus Wopmann Chefarzt, der Klinik für Kinder und Jugendliche, Kantonsspital, Baden

«Meine Vision ist, dass immer mehr Menschen verstehen, dass Gewalt ein völlig untaugliches Erziehungsinstrument ist, da Kinder in erster Linie viel Fürsorge, stabile und verlässliche Beziehungen und gute Vorbilder brauchen.»

Dr. med. Markus Wopmann, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche, Kantonsspital, Baden