2016

Wintersession 2016: Kinder besser vor sexueller Ausbeutung schützen

In der Wintersession hat der Ständerat die Möglichkeit, Kinder besser vor sexueller Ausbeutung und Missbrauch zu schützen, indem er den gewerbsmässigen Handel mit Nacktaufnahmen und das Sexting (Verbreitung und Austausch selbstproduzierter intimer Fotos und Videos) unter Strafe stellt.

Weiter kann das Parlament die Unterstützung von Eltern mit schwer kranken oder behinderten Kindern verbessern und die Ratifikation des Fakultativprotokoll von 2011 zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes (Fakultativprotokoll III) endgültig beschliessen.

Tag der Kinderrechte 2016: Zum Wachsen brauchen Kinder Anerkennung, Liebe und Vertrauen

Zum diesjährigen Tag der Kinderrechte am Sonntag, 20. November 2016, erinnert Kinderschutz Schweiz mit einer Gratis-Postkarte daran, dass Kinder das Recht auf Fürsorge, Förderung und Schutz haben.

Erfolgreiche Fachtagung „Starke Bande - Die Bedeutung der sicheren Eltern-Kind-Bindung“

An der Fachtagung  „Starke Bande - Die Bedeutung der sicheren Eltern-Kind-Bindung“ vom 4. November 2016 haben 130 Fachpersonen teilgenommen. Die Teilnehmenden kamen v.a. aus dem Bereich „Frühe Kindheit“ (Mütter-Väter-Beratung, Kindertagesstätten, Hort, Spielgruppe), aus der Schulsozialarbeit, von Behörden und anderen Institutionen im Bereich Kind und Familie. Die Referentinnen und Referenten haben die Bedeutung der Eltern-Kind-Bindung fundiert herausgearbeitet und mit Praxisbeispielen illustriert.

Kinderschutz Schweiz ist neu Länderpartner der International Society for the Prevention of Child Abuse and Neglect (ISPCAN)

Das Partnerprogramm der International Society for the Prevention of Child Abuse and Neglect (ISPCAN) mit nationalen Kindesschutzorganisationen existiert seit 1999. Es zielt darauf ab, Non-Profit-Organisationen aus dem Bereich Kindesschutz zu vernetzen und den gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu fördern. Der Status als Länderpartner gibt Kinderschutz Schweiz Zugang zu wertvollem Know-how und Kontakten auf internationaler Ebene.

Kampagne «Wie geht’s Dir?»: Psychische Gesundheit in der Familie pflegen

Die breit abgestützte Kampagne «Wie geht’s Dir?» legt im dritten Jahr den Fokus auf die psychische Gesundheit in der Familie. Psychische Erkrankungen können in allen Familien vorkommen, bei den Eltern oder bei den Kindern. Die Kampagne bietet betroffenen Familien und deren Umfeld wertvolle Informationen und praktische Tipps.

Kinderschutz Schweiz erinnert als neues Mitglied der Hauptträgerschaft der Kampagne mit einem Videoclip daran, dass sich jede Form der Gewalt – so auch häusliche Gewalt – negativ auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen auswirkt.

Herbstsession 2016: ZGB-Revision schafft bessere Grundlage für einen unmittelbaren und wirksamen Kindesschutz

Die eidgenössischen Räte befassen sich in der Herbstsession unter anderem mit der Revision des Zivilgesetzbuches: Die Revision verbessert die Grundlage für einen unmittelbaren und wirksamen Schutz von gefährdeten oder gar misshandelten Kindern, indem die Melderechte von Berufsgeheimnisträgerinnen und -trägern vereinfacht und die Meldepflichten schweizweit einheitlich geregelt werden. Eine Erleichterung des Melderechtes erhöht die Meldebereitschaft und verbessert so den Kindesschutz. Zudem stärkt die Revision die Bedeutung des freiwilligen Kindesschutzes – ein wichtiger Pfeiler im schweizerischen Kindesschutzsystem.

Kinderschutz Schweiz unterstützt den Beitritt zum dritten Fakultativprotokoll zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes wie auch die Forderung nach der Schaffung eines Kompetenzzentrums für die Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen.

Neues praxisorientiertes Handbuch «Kinderhandel. Prävention, Identifizierung und Betreuung minderjähriger Opfer» erschienen

Nur wenn ein Kind als Opfer von Kinderhandel identifiziert wird, kann es die nötige Betreuung und Unterstützung erhalten. Das praxisorientierte Handbuch «Kinderhandel. Prävention, Identifizierung und Betreuung minderjähriger Opfer» von Kinderschutz Schweiz zeigt erstmals auf, wie das Kindeswohl gewährleistet werden kann.

Menschenrechte – auch die der Kinder – sind nicht verhandelbar! Deshalb zeigen wir der Anti-Menschenrechts-Initiative die rote Karte!

Ist die in der UNO-Kinderechtskonvention festgeschriebene menschenrechtliche Schutzpflicht gegenüber Minderjährigen in der Schweiz verhandelbar? Wer sich mit der Volksinitiative "Schweizer Recht statt fremde Richter" oder kurz der Anti-Menschenrechts-Initiative (AMI) auseinandersetzt, kommt um diese Frage nicht herum. Die Antwort von Kinderschutz Schweiz darauf ist Nein! Sie ist unantastbar: Menschenrechte – auch die der Kinder – sind nicht verhandelbar!

Sommersession 2016: Überzeugender Vorlage zu Schutz, Förderung und Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen droht Abschreibung

Die eidgenössischen Räte befassen sich in der Sommersession unter anderem mit der parlamentarischen Initiative Amherd, die die Grundlage für mehr Koordination und verbindliche Standards im Flickenteppich der kantonalen Kinder- und Jugendpolitik schaffen würde. Der überzeugenden und ganzheitlichen Vorlage der nationalrätlichen Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur droht die Abschreibung. Kinderschutz Schweiz ruft das Parlament dazu auf, das wichtige Anliegen weiterzuverfolgen.

Kurzfilmprojekte: Mitwirkende gesucht

Anne Voss Film produziert im Auftrag von Kinderschutz Schweiz zwei Kurzfilme zum Thema “Kinder als Mitbetroffene von elterlicher Paargewalt”. Wir suchen Mädchen und Knaben, bestenfalls im Alter von etwa 10-15 Jahren, aber auch ältere Jugendliche, sowie Väter und Mütter, die bereit sind über ihre Erfahrungen mit häuslicher Gewalt zu sprechen.

Sondersession 2016: Zielführende Vereinheitlichung der Melderechte und -pflichten für einen wirksamen Kindesschutz

Der Nationalrat befasst sich in der Sondersession mit der Revision der zivilrechtlichen Melderegelungen bei Kindswohlgefährdungen. Im Fokus steht die sinnvolle und zielführende Vereinheitlichung der Melderechte und -pflichten. Lesen Sie in unseren Empfehlungen an die Nationalrätinnen und -räte warum Kinderschutz Schweiz die Vorlage 15.033 ZGB Kindesschutz unterstützt.

Argumente für eine gewaltfreie Erziehung

„Eine Ohrfeige hat noch niemandem geschadet!“ Diese Meinung vertritt eine Mehrzahl von Erwachsenen und Eltern in der Schweiz. Die negativen Folgen der körperlichen Bestrafung von Kindern auf deren Entwicklung sind zwar durch Studien klar dokumentiert. Dennoch ist körperliche Bestrafung von Kindern in der Schweiz heute noch ein weit verbreitetes Phänomen. Kinderschutz Schweiz und Save the Children Switzerland liefern Argumente und Fakten für ein gesetzlich verankertes Recht auf eine gewaltfreie Erziehung.

Stabilisierungsprogramm Bund: Kinderschutz Schweiz lehnt Kürzungen in der Bekämpfung von Pädokriminalität und Pornografie ab

Die geplanten Sparmassnahmen aus dem Stabilisierungsprogramm 2017-2019 betreffen auch das Bundesamt für Polizei: Insbesondere bei der Bekämpfung der Pädokriminalität und der Kinderpornografie soll die Koordination reduziert und auf einige Schwerpunktthemen konzentriert werden. Dies hätte gravierende Auswirkungen für den Schutz von Kindern vor Verbrechen.

Frühjahrsession 2016: Wichtige familienpolitische Geschäfte stehen an

Die eidgenössischen Räte befassen sich in der Frühjahrssession mit familienpolitischen Geschäften, die speziell für Kinder und Jugendliche weitreichende Konsequenzen haben. Kinderschutz Schweiz hat Empfehlungen für die Parlamentarierinnen und Parlamentarier ausgearbeitet.

Bundesgesetz über die Verbesserung des Schutzes gewaltbetroffener Personen: Kinderschutz Schweiz unterstützt Revision

Kinderschutz Schweiz unterstützt die vom Bundesrat vorgeschlagene Revision des Bundesgesetzes über die Verbesserung des Schutzes gewaltbetroffener Personen. Sie baut prozessuale Hürden ab und erleichtert Betroffenen den Zugang zu rechtlichen Instrumenten des Gewaltschutzes. Davon profitieren auch die betroffenen Kinder. Zudem ist es von grosser Bedeutung, dass das Kindeswohl in den Verfahren stärker berücksichtigt wird.

Kinderschutz Schweiz unterstützt Ratifikation der Istanbul-Konvention

Kinderschutz Schweiz unterstützt die Ratifikation des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt durch den Bundesrat. Die sogenannte Istanbul-Konvention ist mit ihrem ganzheitlichen Ansatz ein wichtiger Text und kann zum besseren Schutz von Kindern vor Gewalt beitragen. Den vom Bundesrat angebrachten Vorbehalt zur Aufenthaltsberechtigung lehnt Kinderschutz Schweiz ab und plädiert stattdessen für eine baldige Anpassung des Ausländerrechts.