2020

Wiedereröffnung der Schulen schützt Kinder vor Gewalt!

In der aktuellen Corona-Krise sind Kinder stark von den behördlichen Massnahmen betroffen. Seit fast drei Wochen sind die Schulen geschlossen und organisierte Freizeitaktivitäten abgesagt. Für viele Kinder ist die Schule ein Ort, wo man lernt und sich mit anderen trifft. Für Kinder aus Familien mit Gewalterfahrungen, bietet die Schule eine schützende Umgebung. Das Leben der Kinder spielt sich nun im engen Kreis der Familie ab. Gleichzeitig steigt mit den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Unsicherheiten sowie dem Unterricht zu Hause auch der Druck auf die Familien. Dieser Druck kann sich vermehrt in Gewaltausbrüchen entladen. Kinderschutz Schweiz fordert, dass die Schulen, sobald nach dem aktuellen Wissensstand möglich, schrittweise wieder öffnen.

Der Bundesrat verweigert den Kindern weiterhin das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung

Der Bundesrat hat negativ auf die Motion Bulliard-Marbach 19.4632 «Gewaltfreie Erziehung im ZGB verankern» geantwortet. Damit missachtet der Bundesrat die Faktenlage, welche die immer noch weit verbreitete Gewaltanwendung in der Erziehung belegt. Kinderschutz Schweiz verlangt, dass das Parlament seine Verantwortung wahrnimmt und den negativen Entscheid des Bundesrates korrigiert.