2018

«Liebes Mami, lieber Papi, zählt doch bis zehn!»

Die Stiftung Kinderschutz Schweiz lanciert mit «Ideen von starken Kindern für starke Eltern – Es gibt immer eine Alternative zur Gewalt» eine mehrjährige schweizweite Sensibilisierungskampagne zum Thema Erziehung. Nicht immer will der Nachwuchs so, wie man selber, es wird getrotzt, diskutiert und manchmal geschrien – oder mehr. Psychisch und physisch verletzende Bestrafungen als Erziehungsmittel sind in vielen Schweizer Familien Alltagsrealität und gehören für viele leider immer noch zur Erziehung. Ziel von «Ideen von starken Kindern für starke Eltern»ist es, die öffentliche Diskussion zum Thema anzustossen und zum Umdenken und Handeln anzuregen.Die Kampagne basiert auf der neusten Studie der Universität Fribourg zum Bestrafungsverhalten von Eltern in der Schweiz und den Grundsätzen der anleitenden Erziehung.

 

Vaterschaftsurlaub auf Kosten von Mutterschaftsurlaub ist keine Option! Kinderschutz Schweiz fordert eine Elternzeit!

Kinderschutz Schweiz begrüsst, dass auch die FDP die Zeichen der Zeit erkannt hat und einen Vaterschaftsurlaub nicht mehr per se ablehnt. Der Vorschlag der FDP-Fraktion, den Vaterschaftsurlaub auf Kosten des 14-wöchigen Mutterschaftsurlaub einzuführen, lehnt Kinderschutz Schweiz jedoch ausdrücklich ab. Anstelle einer Entlastung der Familie führt dieser Vorschlag zu erhöhtem Stress durch Mehrfachbelastungen der Eltern.

20 Tage Vaterschaftsurlaub für Stadt St. Gallen - die Schweiz kann mehr!

In der Schweiz gibt es bis heute keinen gesetzlichen geregelten und bezahlten Elternurlaub. Auch beim Mutterschaftsurlaub von 14 Wochen hinkt die Schweiz hinten nach. Kinderschutz Schweiz fordert deshalb die nötigen gesetzlichen Grundlagen für Elternzeit, damit beide Elternteile nach der Geburt des Kindes eine berufliche Auszeit in Anspruch nehmen können. Elternzeit ist eine Investition in die Familien – auch zum besseren Schutz der Kinder.

Die Stiftung Kinderschutz Schweiz fordert den Bundesrat auf, mutiger gegen sexuelle Gewalt an Kindern vorzugehen

Der Entwurf des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der Strafrahmen bei Sexualdelikten geht in die richtige Richtung, verharmlost jedoch teilweise auf sträfliche Weise sexuelle Gewalt an Kindern. Die Stiftung Kinderschutz Schweiz begrüsst zwar die Anhebung des zwingenden Freiheitsentzugs für sexuelle Handlungen mit Kindern. Sie kritisiert jedoch mehrere andere Punkte des Gesetzesentwurfes scharf.