Sondersession April 2016: Empfehlungen an das Parlament

Der Nationalrat befasst sich in der Sondersession mit der Revision der zivilrechtlichen Melderegelungen bei Kindswohlgefährdungen. Im Fokus steht die sinnvolle und zielführende Vereinheitlichung der Melderechte und -pflichten.

Kinderschutz Schweiz unterstützt die vom Bundesrat vorgeschlagene Revision des Zivilgesetzbuches. Die Revision verbessert die Grundlage für einen unmittelbaren und wirksamen Schutz von gefährdeten oder gar misshandelten Kindern, indem die Melderechte von Berufsgeheimnisträgerinnen und -trägern vereinfacht und die Meldepflichten schweizweit einheitlich geregelt werden. Die Zeiten der Unübersichtlichkeit im Regelungsdschungel soll beendet werden – mit dem Ziel, die Wirksamkeit des Kindesschutzes zu erhöhen.

Kinderschutz Schweiz empfiehlt den Nationalrätinnen und -räten mit Nachdruck, auf das Geschäft einzutreten und äussert im Schreiben grosses Erstaunen darüber, dass sich die nationalrätliche Rechtskommission mit knapper Mehrheit gegen die Vorlage und somit für den Status Quo ausgesprochen hat. Eine Vereinheitlichung der heute sehr vielfältigen Bestimmungen würde Fachpersonen mehr Sicherheit geben und ihnen die Meldung einer möglichen Kindeswohlgefährdung erleichtern. Dies dient einem besseren Schutz der Kinder.

Unsere detaillierte Position zu diesem Geschäft lesen Sie in unseren Empfehlungen.

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