Sommersession 2017: Empfehlungen an das Parlament

Mit dem Postulat 15.3940 (Yvonne Feri) Sozialhilfe. Studie über die Langzeitwirkungen auf Kinder und der Motion 15.3839 (Martina Munz) Alleinerziehende. Bessere Integration in den Arbeitsmarkt durch Weiterbildung und Nachholbildung stehen zwei Geschäfte auf der Agenda des Nationalrats, die bessere Grundlagen für die Bekämpfung und Prävention von Armut fordern. Sie fokussieren auf die Situation der überdurchschnittlich oft von Armut betroffenen «Einelternfamilien» wie auch auf die Schaffung von evidenzbasierten Grundlagen, die es ermöglichen, dass armutsbetroffene Kinder besser geschützt und gefördert werden können.

Weiter fordert Kinderschutz Schweiz das Parlament auf, beim Thema Elternzeit einen Schritt vorwärts zu machen. Zur Konkretisierung der Elternzeit braucht es dringend vertiefte Grundlagen zu den Chancen und Risiken, Vor- und Nachteilen der einzelnen zur Debatte stehenden Modelle. Kinderschutz Schweiz empfiehlt die Unterstützung der Postulate 15.3680 (Rosemarie Quadranti), 15.3722 (Barbara Schmid-Federer) und 15.3768 (Kathrin Bertschy) Kosten-Nutzen-Analyse von Elternzeitmodellen.

Nachdem der Ständerat der Ratifikation der «Istanbul-Konvention» in der Frühjahrssession deutlich zugestimmt hat, steht diese nun auf dem Programm des Nationalrats. Ein letzter wichtiger Schritt zur Genehmigung des Übereinkommens des Europarates. Mit der Ratifikation bekundet die Schweiz ihren Willen, die Bemühungen zur Vorbeugung und Bekämpfung von Gewalt an Frauen, Männern und Kindern – insbesondere im Bereich der häuslichen Gewalt – weiter zu verbessern. Weitere Argumente für die Ratifikation der «Istanbul-Konvention» finden Sie auf dem Faktenblatt der folgenden Organisationen: alliance f, DAO,  FVGS, Kinderschutz Schweiz, VIOLENCE QUE FAIRE.

Die detaillierten Stellungnahmen zu diesen und weiteren Geschäften lesen Sie in unseren Empfehlungen.

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