Kinderschutz Schweiz begrüsst Ablehnung der KESB-Initiative im Kanton Schwyz

Kinderschutz Schweiz begrüsst die Ablehnung der Volksinitiative «Keine Bevormundung der Bürger und Gemeinden» im Kanton Schwyz. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben sich hinter die professionellen Kindesschutzbehörden KESB gestellt. Dies ist ein wichtiges Zeichen für einen zeitgemässen und professionellen Kindesschutz, der das Kindeswohl ins Zentrum stellt. Das Initiativkomitee hatte die Absicht, das Vormundschaftswesen wieder zurück in die Verantwortung der Gemeinden zu geben und wieder zum alten System der vormundschaftlichen Laienbehörden zurückzukehren.

Es war die Absicht der Initianten, dass die Gemeinden die Mitglieder der Behörde wieder selber bestimmen und neben Fachpersonen auch Laien aus den Gemeinden in der Behörde vertreten sein sollten. Zudem war eine Abkehr von der gebietshoheitlichen Ansiedlung der Behörde geplant.

Damit wollten die Initianten zentrale Pfeiler des revidierten und seit 2013 geltenden Kinder- und Erwachsenschutzrechtes – des professionalisierten Kindesschutzes – relativieren. Eine aus der Perspektive des Kindesschutzes gefährliche Absicht. Denn: stellt man das Kindeswohl ins Zentrum, ist eine interdisziplinäre professionelle Behörde, die unabhängig von fiskalpolitischen Überlegungen handelt, von zentraler Bedeutung.

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