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Wichtiger Schritt für die Petition gegen Kindersexhandel
Im letzten Sommer haben FIZ - Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration, ECPAT Switzerland - Fachstelle kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern und «The Body Shop Switzerland», bei Bund und Kantonen die «Petition gegen Kindersexhandel» eingereicht. Die in der Schweiz von 95'297 Menschen unterzeichnete Petition fordert, dass von Menschenhandel betroffene Minderjährige nicht kriminalisiert, sondern als Opfer anerkannt und geschützt werden. Das bedingt sensibilisierte Behörden, umfassende, spezialisierte Betreuung und ein bedingungsloses Aufenthaltsrecht für Opfer von Menschenhandel. Zudem braucht es eine erweiterte Förderung der Zusammenarbeit zwischen Behörden und Fachstellen sowie eine baldige Ratifizierung der Europaratskonvention zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung.
Die Forderungen der Petition richten sich nicht ausschliesslich an den Bund, sondern vor allem auch an die Kantone, weil die Opferbetreuung und die Strafverfolgung in kantonaler Kompetenz liegt.
Hier einige der Forderungen an die Kantone:
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Jeder Kanton bezeichnet eine zuständige Fachperson pro kantonale Stelle.
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Die Kantone stellen eine regelmässige Aus- und Weiterbildung zu Menschenhandel für die zuständigen kantonalen Polizei, Justiz, Migrationsbehörden, Opferhilfestellen und Sozialdiensten sicher.
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Sie sorgen dafür, dass die kantonale Migrationsbehörde bei der Erteilung von Bedenkzeiten und Bewilligungen für Opfer von Menschenhandel die besonders vulnerable Situation minderjähriger Opfer berücksichtigt.
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Der Kanton stellt zusätzliche Mittel für die Stärkung und den Ausbau der bestehenden Stellen zur Verfügung, welche spezifisch die Bedürfnisse von minderjährigen Opfern abdecken.
Erfreulicherweise hat nun die Plenarversammlung KKJPD (Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen) und der Vorstand der SODK (Konferenz der kantonalen Sozialdirektoren) beschlossen, den Kantonen die Umsetzung der Forderungen zu empfehlen. Dies ist ein erfreulicher weiterer Erfolg der Petition. Bleibt zu hoffen, dass schon bald in allen Kantonen der Schweiz die konkrete Umsetzung erfolgt.
