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Herbstsession 2010: Ja zur Volksinitiative, denn Kinder leiden unter Waffengewalt auf multiple Weise
Bern, 10. September 2010: Der Ständerat wird am Montag, 13. September 2010, über die Initiative „Für den Schutz vor Waffengewalt“ befinden. Eine Initiative deren Für und Wider ausführlich diskutiert wurde. Die Stiftung Kinderschutz Schweiz erlaubt sich einen in all den bisherigen Diskussionen gänzlich vernachlässigten Blickwinkel einzubringen – jenen der Kinder als Opfer von Waffengewalt.
Kinder leiden unter Waffengewalt enorm und in multipler Weise. Sie werden direkt bedroht. Sie müssen aber vor allem auch mit ansehen, wie im Rahmen von Partnerschaftsgewalt meist die eigene Mutter bedroht, verletzt oder getötet wird. Sie stehen vor dem für sie völlig Unfassbaren, einem Suizid mit der Waffe, verübt vom Vater, der Mutter oder eines Geschwistern. Sie spüren dessen Folgen mit meist gravierenden Konsequenzen für ihre Seele und Entwicklung. Kriminalexperten und -expertinnen gehen von einem direkten Zusammenhang zwischen der Anzahl Haushalte, welche über eine Schusswaffe verfügen und der Anzahl Familienmorde, inkl. Morde an Kindern aus.
Insbesondere in der Schweiz besteht hier grosser Handlungsbedarf, hat die Schweiz doch sowohl einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Morden innerhalb der Familie, als auch einen Spitzenplatz, noch vor den USA, bei der Anzahl Haushalten die über Schusswaffen verfügen.
Die Stiftung Kinderschutz Schweiz empfiehlt den Ständerätinnen und – räten in ihrem, die Sessionen regelmässig begleitenden Parlamentsempfehlungen, dem Volk die Volksinitiative für den Schutz vor Waffengewalt zur Annahme zu empfehlen.
