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Was tun im Fall von sexueller Gewalt

Wie erkennen und was tun?

Kinder, die sexuelle Ausbeutung erleiden, machen auf mannigfache Art auf die erfahrene Gewalt aufmerksam. Jedes Mädchen und jeder Junge versucht auf eine ganz persönliche Weise, sich gegen die sexuelle Ausbeutung zu wehren.

Wie kann man sexuelle Ausbeutung von Kindern erkennen?

Kinder, die sexuelle Ausbeutung erleiden, machen auf mannigfache Art auf die erfahrene Gewalt aufmerksam. Jedes Mädchen und jeder Junge versucht auf eine ganz persönliche Weise, sich gegen die sexuelle Ausbeutung zu wehren.

Eindeutige Signale oder auch Symptome gibt es kaum, sie sind so vielfältig wie die Kinder selbst und hängen von ganz verschiedenen Faktoren ab, etwa vom Alter, Geschlecht und von der Persönlichkeit eines Kindes.

Nicht jede Form sexueller Ausbeutung ist für jedes Kind gleich traumatisierend. Grundsätzlich gilt: Je näher der Täter oder die Täterin einem Kind bekannt ist, je länger die sexuelle Gewalt ausgeübt wird und je intensiver sie ist, desto schwerwiegender sind die Folgen für die Betroffenen. Umgekehrt bedeutet dies, dass ein frühzeitiges Erkennen und Stoppen von sexueller Ausbeutung die Folgen für ein betroffenes Kind erheblich lindern können. Darum ist es für die Betroffenen wichtig, dass ihre Aussagen und Hinweise ernst genommen werden. Erwachsene müssen den Mut und die Bereitschaft aufbringen, hinzusehen und Verantwortung zur Beendigung der Gewalt zu übernehmen. Es ist in jedem Falle eines Verdachts oder eines konkreten Hinweises auf sexuelle Ausbeutung ratsam, die Hilfe einer Fachperson in Anspruch zu nehmen.

Was tun, wenn es bereits geschehen ist?

Das Wissen darüber, dass sexuelle Gewalt ausgeübt wird, oder auch nur ein entsprechender Verdacht erzeugen einen enormen Druck. Leider sind überstürzte Schritte wenig hilfreich für ein betroffenes Kind und bewirken genau das Gegenteil von dem, was sie eigentlich beabsichtigen, nämlich die sexuelle Ausbeutung zu beenden. Beachten Sie darum folgende Grundsätze, wenn Sie von sexueller Ausbeutung erfahren:

  • Glauben Sie dem Kind! Kinder sagen in solchen Fällen in der Regel die Wahrheit, sie erfinden erlittene sexuelle Gewalt nicht. Gerade kleineren Kindern sind Details über sexuelle Handlungen normalerweise nicht bekannt. Das Kind ist darauf angewiesen, dass ihm jemand Glauben schenkt.
  • Überstürzen Sie nichts! Ruhe und Besonnenheit sind jetzt besonders wichtig. Lassen Sie sich Zeit, sich zu informieren und beraten zu lassen und zu überlegen, wie Sie dem Kind am besten helfen können. Panik oder überstürzte Reaktionen können das Mädchen oder den Jungen wieder zum Schweigen und in eine noch schwierigere Situation bringen als zuvor.
  • Holen Sie sich Hilfe! Nicht nur das betroffene Kind, sondern auch Sie selbst benötigen jetzt Hilfe. Sie brauchen mit diesem Problem nicht allein zu bleiben, sondern Sie haben ein Recht auf Beratung und Unterstützung. Wenden Sie sich an eine Beratungsstelle, die Ihnen weiterhelfen kann. Ein Verzeichnis von geeigneten Stellen finden Sie hier: www.schau-hin.ch/deutsch/pages/UN/UN_An.shtml
  • Das Mädchen oder der Junge ist nicht verantwortlich für das, was ihm passiert ist. Machen Sie dem Kind keine Vorwürfe, auch dann nicht, wenn es Ihnen vielleicht erst spät davon erzählt hat. Loben Sie es für seinen Mut, Ihnen davon zu berichten, und nehmen Sie eindeutig Partei für das Kind. Die Verantwortung für sexuelle Ausbeutung liegt immer bei der erwachsenen (oder allenfalls jugendlichen) Person.
  • Denken Sie daran, dass das oberste Ziel all Ihrer Bemühungen immer der Schutz des Kindes vor weiterer Gewalt sein soll. Das gelingt allerdings nicht immer, und darum ist es umso wichtiger, ruhig und überlegt vorzugehen, um den bestmöglichen Weg zu finden, wie dem betroffenen Mädchen oder Jungen geholfen werden kann. Glücklicherweise gibt es heute in vielen grösseren Städten spezialisierte Beratungsstellen und kantonale Opferhilfestellen, bei denen Sie in einer solchen Situation die nötige Hilfe und Unterstützung finden. Links dazu finden Sie oben stehend und  auf dieser Website.