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E-Learning Kurs

ECPAT E-Learning-Kurs

Der ECPAT E-Learning Kurs zum Thema «Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung im Tourismus» ist ab jetzt auch in vielen anderen Sprachen abrufbar.

Seit dem Welttourismustag, dem 27.09.2010, gibt es auch in der Schweiz den neuen E-Learning Kurs www.childprotection-tourism.org, der die Prävention von kommerzieller sexueller Ausbeutung von Kindern im Tourismus einen grossen Schritt voranbringt. Er wurde von ECPAT Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Tourismusbranche entwickelt und setzt auf die vertiefte Aufklärung der Tourismusfachkräfte. Der E-Learning Kurs wird vom «Deutschen Seminar für Tourismus» in Berlin gehostet und kann von interessierten Privatpersonen ebenso wie von Fachkräften der Reise- und Tourismusbranche genutzt werden.


            


Der Kurs hat eine modulare Struktur und informiert, wie mit vielfältigen Möglichkeiten in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern Massnahmen des Kindesschutzes umgesetzt werden können. Der Kurs ist kostenlos und kann in kurzer Zeit (ca. 30 min) am Arbeitsplatz oder an einem beliebigen anderen Ort mit Internetzugang absolviert werden. Videoclips und interaktive Einheiten sorgen für einen ansprechenden Ablauf, ohne dabei auf schockierende Bilder zurückzugreifen. Das verwendete Material liefert Hintergrundinformationen darüber, warum Kinder an bestimmten Urlaubsorten ausgebeutet werden, welche Zusammenhänge mit der Tourismusindustrie bestehen und was Tourismusfachkräfte im Rahmen ihrer Arbeit präventiv tun können. Dafür wurden spezifische Übungsbeispiele für die Arbeit in den Hotels der Destinationen, für Mitarbeitende in Reisebüros, für Reiseveranstalter und andere Entscheidungsträger entwickelt. 

Der im Dezember 2009 in Englisch gestartete Online-Kurs findet schon jetzt weltweite Anwendung. Er ist derzeit in folgenden Sprachen verfügbar: Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch, Estnisch und Thailändisch. ECPAT Switzerland realisierte und finanzierte dabei die französischsprachige Version.

Wie ernst die Schweizer Unterzeichner des Tourism Child-Protection Codes ihr Engagement zum Schutz der Kinder nehmen, lässt sich an ihrer raschen Bereitschaft ablesen, diesen E-Learning Kurs künftig entweder in ihre Schulungen einzubinden oder ihre Mitarbeitenden darüber zu informieren. Die Möglichkeit, hier branchenspezifisch Mitarbeitende zum Thema Prävention von Kindersextourismus weiterzubilden, trägt entscheidend zum Kinderschutz bei und kann nicht hoch genug bewertet werden.

Rückmeldungen aus der Branche sind durchwegs positiv. Partner beurteilen den Kurs als innovativ und zeitgemäss hinsichtlich seiner einfachen, zeitsparenden und damit effizienten Anwendung. Auch wenn der E-Learning Kurs kein Ersatz für intensive Schulungen sein kann und darf, so bietet er doch eine gute Basis für zukünftige Weiterbildungen und Festigung bereits erlernten Wissens. Dies vor dem Hintergrund, als die internationale Code-Organisation (TheCode.org) die besondere Verantwortung der Reisebranche betont, seine Mitarbeitenden zu sensibilisieren. Matthias Leisinger, Head of Corporate Responsibility bei Kuoni, Chairman des Board of Directors der Code-Organisation (TheCode.org) und Mitglied im Board der „Tour Operators Initiative for Sustainable Tourism Development (TOI)“, unterstreicht: «Der Tourismus ist nicht die Ursache für sexuelle Ausbeutung von Kindern, aber die Täter nutzen die Strukturen des Tourismus. Unsere Aufgabe ist es, die Geschäftsgrundlage des Tourismus zu erhalten, in unserem eigenen Interesse und im Interesse der lokalen Bevölkerung. Dies ist eine Aufgabe für alle in der Branche Beschäftigten. Wir alle können dazu beitragen, den Verhaltenskodex umzusetzen.»